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Wer zahlt beim Skiunfall?

Sobald der erste Schnee fällt, ist es für viele wieder soweit: Die Ski- und Snowboardsaison beginnt. Jährlich passieren auf der Piste zehntausende Unfälle. Allein in der Saison 2012/13 verletzten sich rund 43.000 Wintersportler. Insbesondere Kollisionen von Skifahrern können zu schweren Verletzungen führen. Doch wer zahlt eigentlich im Schadenfall.

Passiert ein Ski- oder Snowboardunfall gilt zunächst einmal zu klären, wer die Hauptschuld daran trägt. Das kann der Sportler selbst sein, etwa wenn er zu schnell oder außerhalb der markierten Gebiete gefahren ist. Bei geliehenen Skiern kann auch dem Verleiher eine Schuld zukommen, zum Beispiel wenn sich die Bindung zu früh gelöst hat oder nicht richtig eingestellt wurde. Daneben kann das Skigebiet schuldig sein, denn es ist dazu verpflichtet, die Pisten ausreichend abzusichern und zu kennzeichnen. Erfolgt dies nicht oder unzureichend, so muss der Betreiber sich für mögliche Schäden verantworten

FIS-Regeln als verbindliche Verhaltensvorschriften.

Bei Unfällen mit zwei oder mehr Wintersportler sind die FIS-Regeln des internationalen Skiverbands der wichtigste Maßstab, um die Schuld zu klären.

Diese Regeln sind verbindliche Verhaltensvorschriften, an die sich Pistenbesucher jeden Alters zu halten haben. Wer sie nicht beachtet, haftet automatisch für die Unfallfolgen. Zu den wichtigsten Regeln zählen:

  • Alle Pistenbesucher sind dazu verpflichtet, auf andere Sportler Rücksicht zu nehmen.
  • Jeder muss so fahren, dass die vor einem fahrenden Skifahrer und Snowboarder nicht gefährdet werden.
  • Wer in eine Abfahrt einfahren oder nach einem Halt wieder anfahren möchte, muss sich zuvor nach oben und unten vergewissern, dass er dies ohne Gefahr tun kann.
  • Jeder muss seine Geschwindigkeit und Fahrweise seinem Können sowie an Gelände-, Schnee- und Witterungsverhältnisse und Verkehrsdichte anpassen.
  • Ein Aufenthalt an engen oder unübersichtlichen Stellen der Piste sollte vermieden werden.

Eine zusätzliche Krankenversicherung als Schutz im Ausland.

Ein Unfall, in den nur eine Person verwickelt ist, wird in der Regel von der privaten und gesetzlichen Krankenversicherung abgedeckt. Für den Skiurlaub außerhalb Deutschlands sollte eine zusätzliche Auslandskrankenversicherung abgeschlossen werden. Denn die gesetzliche Krankenkasse zahlt lediglich die Behandlungskosten nach deutschem Tarif - diese sind im Ausland jedoch meist höher. Außerdem erstattet sie weder die Bergrettung noch den Krankenrücktransport. Letzteres übernimmt ebenfalls die Auslandskrankenversicherung.

Eine private Unfallversicherung bietet rund um die Uhr und weltweit Schutz.

Die Bergungskosten deckt die private Unfallversicherung ab. Diese leistet auch, wenn eine Verletzung dauerhafte Schäden nach sich zieht in Form einer Kapitalzahlung oder lebenslangen Rente. Krankenhaustagegeld, Gipsgeld sowie weitere Leistungen können auch vereinbart werden.

Eine private Haftpflichtversicherung - die wichtigste Versicherung überhaupt.

Für den Fall, dass man selbst Schuld an der Verletzung eines anderen Skifahrers hat, übernimmt diese unter anderem Schmerzensgeld, Schadenersatz, Heilbehandlungs- und Rücktransportkosten sowie die Verletztenrente - auch bei Unfällen im Ausland.

Skiversicherung

Auch beim Verlust oder der Beschädigung von geliehener Ski- oder Snowboardausrüstung haftet meist der Mieter. Die Abdeckung dieser Risiken wird von Skiversicherungen getragen, die in der Regel auch für Transportkosten, Personen- sowie Haftpflichtschäden aufkommen. Da es hier jedoch keine allgemeinen Bestimmungen gibt, lohnt sich ein Blick in die Geschäftsbedingungen des Skiverleihs.

letzte Änderung an dieser Seite: 24.11.2016 Copyright 2014 WBM